Die erste Ausgabe des Diskursfestivals „Osteuropäische Perspektiven“ in Freiburg im Dezember 2024 fand vor dem Hintergrund des Krieges gegen die Ukraine und unter dem Eindruck des Kampfes der Bevölkerung in Georgien für Demokratie und Unabhängigkeit statt. In beiden Staaten müssen sich die Menschen gegen die imperialen Bestrebungen von Putins Russland zur Wehr setzen. Sie kämpfen für ihre Unabhängigkeit und appellieren an Europa und die Europäer, sie in ihrem verzweifelten Ringen nicht allein zu lassen. Daran hat sich zwei Jahre später nichts geändert.
Die Perspektiven Osteuropas im Jahr 2026 werden jedoch von einer völlig veränderten geopolitischen Situation bestimmt. Dem aggressiven Großmachtstreben Russlands steht nicht mehr ein halbwegs geeinter „Westen“ gegenüber, in dem die USA, Großbritannien und die EU-Staaten gemeinsam die Länder des postsowjetischen Einflussbereichs unterstützen. Inzwischen haben sich die USA unter Trump aus dieser gemeinsamen Politik zurückgezogen. Trump „dealt“ mit Putin ohne Rücksicht auf europäische Interessen und eine verbleibende europäische „Koalition der Willigen“ ringt darum, die ausbleibenden Hilfsleistungen aus den USA zu kompensieren.
Neue kriegerische Handlungen und Kriegsdrohungen drohen das Leid der Menschen in der Ukraine aus dem öffentlichen Bewusstsein zu verdrängen. Gleiches gilt für die Freiheitskämpfe in Georgien und anderen Teilen Osteuropas. Im Windschatten immer neuer internationaler Krisen kann Putin sein neoimperiales Projekt weiterverfolgen. Die für Jahrzehnte gültige, regelbasierte Ordnung der Welt ist aus den Fugen geraten, und während wir diese Veranstaltung planen, kann noch niemand wissen, in welcher Art von Unordnung sich die Welt im November befinden wird.
Diese fundamentale Verunsicherung wird und muss eines der Themen sein, über die wir uns in den „Osteuropäischen Perspektiven 2026“ verständigen werden. Ermutigt durch den Zuspruch des Publikums und der Mitwirkenden an unserer ersten Ausgabe vor zwei Jahren wollen wir unsere Bemühungen fortsetzen, das Projekt Europa wieder stärker als Garant für Demokratie, Frieden und Freiheit wahrzunehmen. Dabei wird es entscheidend darauf ankommen, die Anliegen der Länder Mittel- und Osteuropas als europäische Aufgaben zu begreifen.
Programm:
In Kürze folgt der Programmflyer.
Veranstaltungsorte:
Universität Freiburg, Haus zur Lieben Hand ( Donnerstagabend und Freitag tagsüber)
Literaturhaus Freiburg ( Freitag Abend)
Kommunales Kino (Sonntag Vormittag)
Wissenswertes zu den Mitwirkenden
Studienleitung: Josef Mackert
Bitte beachten Sie:
Für alle Veranstaltungen am Donnerstag 26. und Freitag 27.11., inklusive Empfang am 26.11.
und Kaffee- / Teepausen am 27.11.:
Teilnahmegebühr von 25.-€ (Normalpreis)
Teilnahmegebühr von 15,- € (Ermäßigter Preis)
Teilnahmegebühr von 7.-€ Livestream
Teilnahme bei freiem Eintritt für alle unter 27 Jahren. Auch dafür benötigen wir Ihre Anmeldung.
Für Freitag 27.11. können Sie auf dem Anmeldeformular der Katholischen Akademie ein Mittagessen buchen.
Für die Teilnahme an den „Osteuropäischen Perspektiven 26“ erbitten wir Ihre Anmeldung bis spätestens 23.11.2026 .
Für die Veranstaltungen steht nur eine begrenzte Zahl an Plätzen zur Verfügung.
Deshalb ist eine Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung möglich.
Sollten zum Zeitpunkt Ihrer Anmeldung keine Plätze mehr frei sein, besteht die Möglichkeit, sich auf einer Warteliste vormerken zu lassen:
Bitte beachten:
Livestream:
(Alle Vorträge und Podiumsgespräche im Livestream bis 27.11. um 18 Uhr.
Die Foren am 27.11. ab 14 Uhr können nicht übertragen werden.)
Tickets für die Filmvorführungen ( 8€/ 5€) am Sonntag erhalten Sie direkt im
Kommunalen Kino.